"Nierenschutz ist Herzenssache"
Im Zusammenhang mit dem Weltnierentag, der am 10. März stattfindet, haben die Schweizerische Gesellschaft für Nephrologie, PharmaSuisse und die Schweizer Universitäten für die Lancierung der Kampagne 2011 zum Thema «Nierenschutz ist Herzenssache» das Spital Wallis und das Inselspital Bern ausgesucht. Im Spital Sitten findet am 10. März ein öffentlicher Vortrag zu diesem Thema statt, und während der ersten zwei Märzwochen bieten mehrere Apotheken im Kanton Wallis jedermann die Möglichkeit, die Nierenfunktion zu testen.
«Bei rund 10 % der Schweizerinnen und Schweizer besteht eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion», erklärt Dr. Pascal Meier, Leiter der Nephrologieabteilung des Spitals Wallis. «Das Problem besteht darin, dass sich die Niere nicht bemerkbar macht und nur geringe Symptome auftreten. Deshalb bemerken die betroffenen Personen nichts.» Wenn die Niere nicht richtig funktioniert, wird das Herz belastet und kann nicht mehr richtig mithalten. Vielfach wird eine Niereninsuffizienz viel zu spät erkannt, was für die betroffenen Personen fatale Konsequenzen haben kann.
Erhöhtes Risiko für die Walliserinnen und Walliser
Im Wallis ist das Problem besonders akut. «Da die Walliserinnen und Walliser verhältnismässig viel Käse und Wurstwaren konsumieren, ernähren sie sich eher salzig. Ein hoher Salzkonsum fördert den Bluthochdruck. Abgesehen von diesem Risikofaktor ist auch Diabetes eine Krankheit, die im Kanton Wallis häufig auftritt. Diese beiden Krankheiten sind die Hauptursachen von Niereninsuffizienz», hält Dr. Meier fest. «Mit dem Risiko, dass man von einer Dialyse abhängig ist, während man sich auf der Warteliste für eine Organtransplantation befindet.» Da zu wenige Nieren gespendet werden, kann bei vielen Patientinnen und Patienten keine Transplantation vorgenommen werden. So kommen schweizweit auf die rund 3600 Dialysepatientinnen und -patienten weniger als 300 Nierentransplantationen pro Jahr.
Die Bedeutung der Früherkennung, insbesondere mit den von den Walliser Apotheken in der ersten Märzhälfte angebotenen Tests, ist erwiesen. «Wenn den Leuten die Testresultate vorliegen, müssen sie sich an ihren Hausarzt wenden», ergänzt Dr. Meier.
- Öffentlicher Vortrag «Niereninsuffizienz, Erkennen und Behandeln», von Dr. Pascal Meier, PD & MER, Leiter der Nephrologieabteilung des Spitalzentrums Mittelwallis. Aula des Spitals Sitten, 10. März, 18.30 Uhr.
- Weitere Informationen und Liste der Apotheker, die an der Aktion teilnehmen:www.pharmasuisse.org/deOffizielle Website des Weltnierentags: www.worldkidneyday.org (englisch).