Das rauchfreie Spital und seine Umsetzung
Sitten, 29. Mai 2007 – Am 31. Mai 2007, dem internationalen Tag des Nichtrauchens, werden alle Standorte des Gesundheitsnetzes Wallis – Spital Wallis – rauchfrei. Mit dieser Massnahme will das Spital Wallis seine Mitarbeitenden, die Patienten und deren Angehörige vom Passivrauch schützen und die Rauchenden unter ihnen gleichzeitig ermutigen, mit dem Rauchen aufzuhören.
Ab dem 31. Mai sind alle Standorte des Spital Wallis rauchfrei – eine Entscheidung vom November 2006, die jetzt umgesetzt wird.
Die Gründe für ein rauchfreies Spital
Als Gesundheitsinstitution sollten wir unter den ersten sein, welche mit ihrem Verhalten ein Beispiel geben. Schon seit einigen Jahren verpflichtete sich der Grossteil der Walliser Spitäler im Rahmen des Projektes „Gesundheitsfördernde Spitäler“. Das neue Label schreibt nun gesundheitsfördernde Massnahmen für Mitarbeitende
und Patienten vor und verlangt einen gesunden Arbeitsplatz. Mit dem Projekt „rauchfreies Spital“ tritt das Spital Wallis mit einer konkreten Massnahme auf diese Anforderungen ein. Es bietet den Mitarbeitenden und den Patienten einen Raum ohne Passivrauch. Gleichzeitig will das Spital Wallis seine Mitarbeitenden und seine Patienten dazu animieren, mit dem Rauchen aufzuhören.
Negative Effekte des (Passiv-)Rauchens reduzieren
Personen, welche an ihrem Arbeitsplatz dem Passivrauch ausgesetzt sind, tragen auch gesundheitliche Konsequenzen. Dies äussert sich in erhöhten Atemproblemen, häufigerer Bronchitis und einem höheren Risiko, aufgrund von Herzkrankheiten hospitalisiert werden zu müssen. Ausserdem sterben Raucher im Durchschnitt 13 – 14 Jahre früher als Nichtraucher (infolge Lungenkrebs, Atemwegserkrankungen, anderen Krebsarten). Auch wenn jemand erst kurz vor einem Spitalaufenthalt mit dem Rauchen aufhört, hat dies bereits positive Effekte (z. B. geringeres Thromboserisiko, kürzerer Spitalaufenthalt). Das Spital Wallis will sich mittelund langfristig von einem Krankenhaus zu einem Gesundheitszentrum entwickeln. Hierunter lässt sich auch das Angebot an Tabakentwöhnungs-Sprechstunden einordnen.
Fakultative Konsultationen – Ausnahmen möglich
Das Spital will weder Missionar noch Polizist sein. Ein/e rauchende/r Patient/-in kann bei einem Spitalaufenthalt von der Gelegenheit profitieren, mit dem Rauchen aufzuhören. Eine auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnittene Beratung von Fachkräften sollte ihm / ihr dabei helfen. Das Team kann dem Patienten aber auch helfen, den Spitalaufenthalt rauchfrei
Uu überbrücken. Der behandelnde Arzt kann auch Ausnahmen vorsehen, insbesondere in der Psychiatrie, in der Geriatrie und in der Palliativpflege. Jeder Standort verfügt über einen Platz im freien (Unterstand), manchmal auch über einen Raum in Innern (Fumatoir), an welchem Rauchen gestattet ist.
Adressen:
Tabakentwöhnungsberatung Spitalzentrum Oberwallis (SZO):
Maria Bärenfaller-Kiefer, 027 / 970 21 77,
maria.baerenfaller@rsv-gnw.ch
Dr. Christian Ambord, 027 / 9709 21 77 (medizinisches Sekretariat)
Unité de tabacologie du Centre Hospitalier du Centre du Valais (CHCVs):
Consultation à l’Hôpital de Sierre
Lundi, mardi, jeudi, vendredi, de 8h00 – 17h00
027 / 603 79 68
Centre Hospitalier du Chablais (CHC):
Votre médecin ou votre infirmier(ère) de référence sont à disposition durant votre hospitalisation pour vous renseigner.