Navigationslinks überspringen
Patienten
Besucher
Ärzte
Offene Stellen
Skip Navigation LinksHome > De > Medizin. Angebot > Mittelwallis (CHCVs) > Geriatrie

Geriatrie

Geriatrie, oder auch Altersmedizin, ist jener Zweig der Medizin, der sich mit der Gesundheit im Alter befasst. Sie behandelt die klinischen, präventiven, rehabilitativen und sozialen Aspekte von Krankheiten bei Betagten.

Die öffentlichen Walliser Spitäler und Kliniken entwickeln in der Geriatrie eine Medizin, welche den Bedürfnissen von betagten Menschen angepasst ist. In der geriatrischen Medizin werden interdisziplinäre Leistungen für die Untersuchungen von Patienten, sowie für die ganzheitliche und spezifische Abklärung von somatischen, funktionellen und psychologischen Problemen und Problemen, welche das Umfeld betreffen, angeboten. Die Interventionen umfassen Programme für die Behandlung und Betreuung, welche kurative Massnahmen, die Rehabilitation und die Palliativpflege einbeziehen.     

Für ältere Menschen ist eine Hospitalisation in die Geriatrieabteilung bei folgenden Situationen erforderlich:

bei einer somatischen (physischen) Erkrankung verbunden mit einer altersbedingten Fragilitätbei einer chronischen Erkrankung verbunden mit dem Risiko eines Autonomieverlustes und/oder einer Invaliditätbei einer neurologischen, orthopädischen oder allgemeinen Rehabilitationnach einer Krankheit, einem chirurgischen Eingriff oder einem Unfall (Trauma)eine allgemeine medizinische, funktionelle und sozial-medizinische EvaluationBegleitung und Palliativpflege von sterbenden Menschen
Impuls für die Palliative Care

Zahlreiche Fachpersonen haben sowohl im Wallis als auch in anderen Kantonen Studien über die Palliativpflege durchgeführt und Pionierarbeit bei der Ausübung von neuen Praktiken geleistet. Diese medizinische Stossrichtung wurde durch den kürzlich erfolgten Beschluss des Staatsrats offiziell anerkannt und bestätigt. Die Schaffung dieser Spitaleinheiten verfolgt folgende Ziele: Kranke empfangen und begleiten, an Ausbildungsentwicklung in diesem Tätigkeitsbereich teilnehmen, ein Kompetenznetz im Wallis aufbauen.   

Palliative Care ist die aktive, umfassende Behandlung, Pflege und Betreuung von Menschen jeglichen Alters, welche an einer progredienten, unheilbaren Erkrankung leiden. Ziel der Palliativpflege ist es, die bestmögliche Lebensqualität des Kranken zu sichern, körperliche Schmerzen und Not zu lindern und das Leiden unter den physischen, psychologischen, sozialen und spirituellen Aspekten zu berücksichtigen. Palliativpflege bedeutet auch immer interdisziplinäre Teamarbeit.
                                          
Harmonisierung der Geriatrie

Im Spital Wallis bestehen für das Mittel- und Unterwallis zwei Departemente Geriatrie:

für das Spitalzentrum Chablais befindet sich das Departement Geriatrie in der Klinik Saint-Amé in Saint-Maurice;  für das Spitalzentrum Mittelwallis ist das Departement Geriatrie an den Standorten Martinach und Siders angesiedelt.
Die Chefärzte dieser beiden Departemente arbeiten gemeinsam für den Erfolg dieser neuen Organisation und für eine Harmonisierung der ausgeübten Praktiken. 
 
An allen drei für die Geriatrie vorgesehenen Standorten sind permanente medizinische Leistungen gewährleistet. Der ärztliche Dienst setzt sich aus Spezialisten der Inneren Medizin und der Geriatrie zusammen, welche von interdisziplinären Teams unterstützt werden.    
Die Geriatrieabteilungen arbeiten eng mit den Psychiatrischen Institutionen des Mittel- und Unterwallis (IPVR) zusammen. Die IPVR verfügen in folgenden Anstalten über dezentralisierte Einheiten:  
   
Monthey, Spital von MalévozSaint-Maurice, Klinik Saint-AméSiders, Klinik Sainte-Claire

Wahl des Spitals

Im Spitalzentrum Mittelwallis ist das Departement Geriatrie an drei Standorten tätig:
 
im Spital Martinach mit 59 Betten + 8 Betten Palliativpflegeim Spital Siders mit 35 Bettenin der Klinik Sainte-Claire mit 45 Betten + 18 Betten Psychogeriatrie
 
Muss ein Patient eingewiesen werden, sind für den Arzt erst einmal medizinische Faktoren für die Wahl des Spitals ausschlaggebend, nämlich, wie dringend ist die Einweisung, was ist der Grund für die Hospitalisation, welche medizinisch-technischen Einrichtungen werden benötigt, welche Kapazitäten sind an den verschiedenen Standorten vorhanden, usw. Der Arzt wird den vom Patienten und seinen Angehörigen gewünschten Standort so weit als möglich berücksichtigen und dabei auch die Nähe des Standorts beachten.

 
Entscheid zur Hospitalisation

Unterschiedliche Wege führen zu einem von den Ärzten getroffenen Entscheid zur Spitaleinweisung. Am häufigsten wird die Hospitalisation vom behandelnden Arzt verlangt; je nach Umständen handelt es sich um eine notfallmässige oder geplante Aufnahme. Es kann ebenfalls vorkommen, dass die Hospitalisation auf Verlangen des Notfallsdienstes erfolgt oder dass gewisse ältere Patienten, welche in anderen Abteilungen betreut werden, für die weitere Behandlung, für die Rehabilitation oder für die Palliativpflege in die Geriatrie verlegt werden.

Progressiver Aufbau der Palliative Care

Es ist nicht möglich, die Palliativpflege rasch und vollständig an den verschiedenen Standorten aufzubauen. Es geht darum, die Palliativpflege unter Einhaltung der Qualitätsnormen der Schweizerischen Gesellschaft für Innere Medizin und Palliative Medizin, Pflege und Begleitung schrittweise aufzubauen (www.palliative.ch).

Haben Sie Interesse an diesem Thema? Dann werfen Sie doch mal einen Blick in die medizinisch-ethischen Richtlinien und Empfehlungen der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW). pdf- Dokument